„Der Zorn des Indianers“

Acrylic on Canvas
115cm x 75cm
by: Pöngse

Die Form in der Bildmitte erinnert (mich) an einen Indianerhäuptling (so hießen die, als ich noch klein war). Zornig ist er vielleicht, weil er nicht Indianer genannt werden möchte, vielleicht möchte er aber auch nicht Häuptling genannt werden, vielleicht möchte er aber auch einfach nur seine Ruhe haben… Weiß man’s?

Das Bild besteht aus Acrylfarben und Linien aus Fineliner und Edding, die sich allesamt auf einer Leinwand tummeln. Die Farben ließen mich bereits beim Verlaufen vorausahnen, dass sie durchaus gewillt waren, sich eine kulturelle Aneignung zunutze zu machen.

„Nein! Nein!“, rief ich wiederholt, aber nicht nur das Schicksal, sondern auch die Farben nahmen ihren Lauf.

„Ihr bringt mich in Teufels Küche!“ (So hieß das, als ich noch klein war und der Teufel die einzige männliche Person war, die man mit einer Küche in Verbindung brachte – außer Köchen natürlich.)

Und nun stehe ich vor dem Ergebnis und weiß nicht weiter. Vielleicht werde ich Kartoffelpüree drauf schütten und mich dann so lange am Bild festkleben, bis das Püree alle ist.

Danach versuche ich’s mit Nudeln…

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Am Ententeich

Am Ententeich hab ich viel Zeit verbracht,
sie sind auch stets zu mir gekommen.
Wir ham zusammen viel gelacht
und manchmal bin ich mitgeschwommen.

Den ganzen Sommer hab ich dort verweilt,
das Ufer stand in voller Blüte.
Wir haben uns das alte Brot geteilt,
dann gab es Futter aus der Tüte.

Der Sommer neigte sich, es wurde kühl,
die Enten machten Pläne.
Ich hatte schon ein mulmiges Gefühl,
am Himmel flogen Schwäne.

Und tags darauf war’n sie vereint
im Pulk gen Süd gezogen.
Ich habe nächtelang geweint,
dann bin ich hinterher geflogen.

MORGENROT

Im Morgenrot durch’s Auenland,
durch Wald und Wiesengrund,
den Flachmann in der rechten Hand,
die linke führt den Hund.

Es balzt der Hirsch, der Zeisig röhrt,
ein Sperling tirriliert.
Wer jetzt noch ohne Mantel ist,
der zittert oder friert.

Holunderbeer und Heckenros‘,
durch Blaubeerbusch und Ginster,
Was ist mit meinen Augen los?
Ich glaube, es wird finster.

Doch halt! Dort hinter’m Maulbeerbaum,
was sitzt da im Gebüsch?
Ich traute meinen Augen kaum-
es war Hanns Dieter Hüsch!

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