Pöngses Musik

Um den Alltag in und mit der Kneipe zu überleben, hat Pöngse kontinuierlich Live-Konzerte veranstaltet (es dürften weit über 500 gewesen sein). Dadurch konnte er sich einen guten Namen nicht nur in der nationalen Musikszene schaffen. Wenn beispielsweise noch unbekannte Gruppen aus den USA oder auch Australien zum ersten Mal nach Deutschland kommen, hat es sich in deren Kreisen längst ‚rumgesprochen, dass man dann zuerst auch einmal im Alt Werdohl aufgetreten sein muss – mehr dazu ist auf der Alt-Werdohl Website nachzulesen. Dazu hörte der Ex-Tibet-Gitarrist auch nicht auf, selbst kreativ zu werden. Da die ehemaligen Mitstreiter sich in alle Winde verstreut hatten, ging er alleine beziehungsweise mit wechselnden Gastmusikern zu Werke. So entstand CINEMA.

KINO IM KOPF

CINEMA – das ist Musik im Stil von Vangelis, Mike Oldfield oder auch Tangerine Dream. Filmmusik halt. Und wenn es noch keine Filme dafür gibt, entstehen sie eben im Kopf. So verschieden Filme sein können, so verschieden sind auch die Songs von CINEMA. Das reicht von elektronischer Musik über Mönchschöre und orchestraler Musik bis hin zu orientalischen Rhythmen oder auch zum „Discohit“ (Total Transition). Unterstützt wird Pöngse seit 2008 von seiner Freundin Brigitte Grafe, die für die gesamte Technik verantwortlich zeichnet. Zudem werden ständig wechselnde Gastmusiker eingesetzt. Die Ideen werden ihm wohl so schnell nicht ausgehen – Pöngse ist ruhelos. „Ich bewundere Leute, die Langeweile haben“, sagt er. Schon sind mindestens zwei, drei weitere CINEMA-Alben in Planung. „Brigitte muss manches Mal viel Geduld aufbringen“, gesteht Pöngse, „um meine bisweilen kauzigen Ideen hörbar zu machen.“