Herzlich willkommen!

Pöngse wurde 1951 als Jürgen Krutzsch in Altena geboren. Er verschwendete den wichtigsten Teil seiner Jugend in der Schule um anschließend zu erfahren, dass das Meiste was dort gelehrt wird völlig überflüssiges Zeug ist.

„Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir“ war das Motto, mit dem das neusprachliche Gymnasium ihm die Wichtigkeit des Lernens vermitteln wollte (warum, verdammt nochmal, wird denn dann dort nicht was Vernünftiges gelehrt?).

Niemand hatte ihm damals gesagt, dass die verdrehte Satzstellung „Nicht für das Leben, sondern für die Schule lernen wir“ keine Erfindung irgendeines Klassenclowns war, sondern dass bereits Seneca ca. 62 n. Chr. diesen Satz genauso niedergeschrieben und auch so gemeint hatte.

Nach dem Abi und einigen vergeblichen Exkursionen ins Studentenleben wurde Pöngse dann aus Versehen Gastwirt und betrieb das Alt Werdohl (zunächst mit Eltern und Bruder, später alleine) insgesamt 47 Jahre (die Jahre der Kinderarbeit nicht mitgerechnet). Nachdem Pöngse die Kneipe nun in gute Hände weitergegeben hat, versucht er sich als Rentner durchzuschlagen und musste dabei feststellen, dass sich seine schlimmsten Befürchtungen bewahrheiten sollten. Die Höhe seiner Rente reichte nicht mal aus um sich einen Platz unter einer der heimischen Brücken zu mieten. Die dort ansässigen Clochards beschieden ihm erst mal was Vernünftiges zu machen, dann könne er vielleicht wiederkommen.


Seitdem ist Pöngse nebenberuflich auch als Künstler unterwegs, obwohl – um in den 47 Jahren Kneipe immer die Nerven zu behalten, musste man sowieso schon mehr Künstler sein denn Wirt…

  • „Der Zorn des Indianers“
    Acrylic on Canvas115cm x 75cmby: Pöngse Die Form in der Bildmitte erinnert (mich) an einen Indianerhäuptling (so hießen die, als ich noch klein war). Zornig ist er vielleicht, weil er nicht Indianer genannt werden …
  • „Nachts an der Frittenbude“
    Aus Biberach ein Biber kamauf seidenweichen PfötchenZuerst ’ne Currywurst er nahm,dann aß er noch ’n Brötchen.
  • Am Ententeich
    Am Ententeich hab ich viel Zeit verbracht,sie sind auch stets zu mir gekommen.Wir ham zusammen viel gelachtund manchmal bin ich mitgeschwommen. Den ganzen Sommer hab ich dort verweilt,das Ufer stand in voller Blüte.Wir haben …
  • MORGENROT
    Im Morgenrot durch’s Auenland,durch Wald und Wiesengrund,den Flachmann in der rechten Hand,die linke führt den Hund. Es balzt der Hirsch, der Zeisig röhrt,ein Sperling tirriliert.Wer jetzt noch ohne Mantel ist,der zittert oder friert. Holunderbeer …
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